Im vorherigen Beitrag habe ich aufgezeigt, dass der Innovationsprozess aus fünf Phasen besteht und noch weitere facettenreiche Dimensionen dazukommen. Daher ist es auch nicht immer leicht, diesen in der Praxis richtig umzusetzen. Die Unternehmen scheitern nicht selten an der Komplexität oder am sog. „Human Factor“, dem Menschen.

Huber et al. geben in ihrem Buch „Bridging the Innovation Gap“ einen Bauplan des innovativen Unternehmens, also wie man das Unternehmen von heute zum innovativen Unternehmen der Zukunft transformieren kann:

  1. Vorhandene strategischen Grundlagen zum Thema Innovation sichten, evtl. müssen diese überarbeitet oder sogar neu geschaffen werden.
  2. Parallel zur Unternehmensstrategie eine ebenso relevante Innovationsstrategie definiern und kommunizieren.
  3. Den Innovationsprozess, wie er im letzten Blog beschrieben wurde, institutionalisieren.
  4. Die Organisation und Struktur anpassen, um den Innovationsprozess zu unterstützen (Aufbauorganisation).
  5. Finanzielle + personelle Ressourcen sicherstellen (Achtung: Innovation ist nicht günstig).
  6. Für beteiligte Mitarbeitergruppen geeignete Führungsgrundsätze definieren (Innovation in Anreizsystem und Beförderungskriterien berücksichtigen).

Zugegeben, das klingt alles recht theoretisch und stimmt sicher im hypothetischen Schulbespiel. Doch in der Praxis – vor allem bei KMUs – wird es wohl schwierig sein dies akribisch umzusetzen. Um dennoch richtig innovieren zu können, macht es Sinn jemanden mit Interesse und fundierter Innovationserfahrung im Team zu identifizieren und diesem das Projekt „Innovation“ zu übergeben. So kann er zusammen mit der höchsten Führungsebene das Vorgehen besprechen und den für das Unternehmen geeignetsten Weg identifizieren. Falls im Unternehmen keine passenden Ressourcen dafür vorhanden sind, könnte es sich auch lohnen einen professionellen Innovationsberater beizuziehen, der die aktuelle Situation erfasst und schnell die wichtigsten Stellschrauben (natürlich immer in Abhängigkeit des vorhandenen Budgets) identifizieren und modifizieren kann. Eine Art Gap-Analyse könnte helfen. Mein modularer Innovationsprozess ist auf die Anforderungen von KMUs ausgerichtet und versucht in vier Schritten zuerst die Potenziale zu identifizieren, dann Innovationsopportunitäten aufzuzeigen und eine zukunftsweisende Lösung zu implementieren. Innovation und der daraus resultierende soll schlussendlich auch messbar gemacht werden. Die Messbarkeit von Innovation stösst auch in grösseren Unternehmen auf Interesse. Im nächsten Blog-Beitrag erläutere ich meinen praxisnahen Innovationsprozess im Detail.

Falls Sie Fragen haben oder mit mir konkret über Innovation in Ihrem Unternehmen sprechen möchten, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme.

„Die Theorie träumt, die Praxis belehrt.“ – Karl von Holtei

Quellen

Bridging the Innovation Gap – Daniel Huber, Heiner Kaufmann, Martin Steinmann
Titelbild: Eigene Darstellung, Idee von Bridging the Innovation Gap – Daniel Huber, Heiner Kaufmann,

Quote: https://www.aphorismen.de/suche?f_thema=Theorie+%26+Praxis&seite=2

Titelbild: https://pixabay.com/de/gesch%C3%A4ftsmann-teamgeist-teamwork-1492561/

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