Ein so kreatives und nicht geradliniges Vorgehen, wie das Innovieren in einem Prozess beschreiben? Geht nicht denken Sie? Doch, sagen Theorie und Praxis. Wobei es für die praktische Umsetzung aber viel Fingerspitzengefühl, Verständnis für Komplexität und effizientes Zuteilen der Ressourcen braucht. Viele Unternehmen scheitern noch heute dran. In diesem Blog beleuchte ich einen theoretischen Ansatz des Innovationsprozesses und im nächsten Beitrag zeige ich, wie dieser erfolgreich in der Praxis angewendet werden kann.

Es existieren diverse Auffassungen zum Innovationsprozesses. Ein moderner Ansatz, welcher mir in meinem EMBA Studium gelehrt wurde, stammt von Daniel Huber et al. und basiert auf verschiedenen praxisnahen Theorien. Der Innovationsprozess beschreitet fünf Phasen und soll dem Unternehmen beim systematischen Innovieren helfen:

  • Phase 1 Frühwarnsystem: Hier geht es um das Erkennen von Potentialen, welche für das Unternehmen relevant sein könnten.
  • Phase 2 Exploration: Kreativer Prozess der iterativen Erkundung und Weiterentwicklung von Konzepten zu einer Geschäftsopportunität.
  • Phase 3 Transfer: Nun wird ein Pflichtenheft erstellt und es findet eine Übergabe an die Entwicklung statt.
  • Phase 4 Entwicklung/Produktion: Das neue Produkt wird zur Marktreife fertigentwickelt und in Serie hergestellt.
  • Phase 5 Markteinführung: In der letzten Phase geht es darum Cashflow zu generieren, also das Produkt verkaufen, vertreiben und ideal zu vermarkten.

Selbstverständlich gibt es nebst dem Prozess noch weitere Dimensionen der Innovation in einem Unternehmen. Diese werden im Berner Modell von Huber et al. ebenfalls beschrieben. Wenn diese bei der Umsetzung in die Praxis nicht berücksichtigt werden, ist die Gefahr gross, dass etwaige Innovationsbestrebungen schnell versanden. Vor allem in diesem Belangen kann es sich lohnen aussenstehende Expertise beizuziehen.

Zuerst ist die Erkenntnis wichtig, dass das ganze Unternehmen von Innovation betroffen ist und dass Innovation von oben kommen muss (Innovation muss gewollt sein) und dass ein gewisser Konsens über Innovation bestehen muss. Zudem braucht Innovation eine eigene Strategie nebst der „normalen“ Geschäftsstrategie – nämlich eine Zukunftsstrategie (wie wir das Unternehmen morgen aussehen). Die Organisation muss dem Innovationsprozess folgen, damit Innovationsbestrebungen auch wirklich fruchten können – doch dies ist sehr individuell und von der Unternehmensgrösse abhängig. Last but not least sind die finanziellen und personellen Ressourcen sowie die unermüdliche Unterstützung des Managements.

Haben Sie fragen zum Innovationsprozess oder wünschen einen Checkup bei Ihrem Unternehmen, dann dürfen Sie mich gerne unverbindlich kontaktieren.

„Without change there is no innovation, creativity, or incentive for improvement. Those who initiate change will have a better opportunity to manage the change that is inevitable.“ – William Pollard

Quellen

Bridging the Innovation Gap – Daniel Huber, Heiner Kaufmann, Martin Steinmann
Titelbild: Eigene Darstellung, Idee von Bridging the Innovation Gap – Daniel Huber, Heiner Kaufmann,

Quote: https://www.brainyquote.com/quotes/william_pollard_163245?src=t_innovation

Titelbild: https://pixabay.com/de/gesch%C3%A4ft-innovation-geld-symbol-561388/

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